Philosophie

Philosophie
Auftakt zu der Reihe „Pariser Philosophen“
André Gorz - Arbeit zwischen Misere und Utopie
(Philosophisches Propädeutikum 2)

Termine:
Mittwoch, 22. April 2009 (19.00-22.00 Uhr)
André Gorz: Arbeit zwischen Misere und Utopie
Einführungsvortrag mit Diskussion

Mittwoch, 29. April 2009 (19.00-22.00 Uhr)
André Gorz: Sozialstaat und Prekarisierung

Mittwoch, 06. Mai 2009 (19.00-22.00 Uhr)
André Gorz: Keynesianismus und Neoliberalismus

Mittwoch, 13. Mai 2009 (19.00-22.00 Uhr)
André Gorz: Jenseits der Lohnarbeit

Ort:
Inua e.V.
Bergstraße 3
90403 Nürnberg
Telefon: 0911 / 528 75 81

Eintritt:
6 Euro (regulär)
3 Euro (Mitglieder, Schüler, Studenten, Rentner, Arbeitslose)

Text:
André Gorz: Arbeit zwischen Misere und Utopie (Suhrkamp Verlag, 2000)


Kurz nach Beginn des Sommersemesters startet der Inua e.V. die zweite Ausgabe seines Philosophischen Propädeutikums. Nach den Platonischen Nächten, in denen wir bei Brot, Oliven und Wein die Sokratischen Dialoge des Platon lasen und diskutierten, werden wir uns in vier Veranstaltungen mit dem Buch „Arbeit zwischen Misere und Utopie“ von André Gorz befassen. Eine philosophische Begegnung für Sie und Ihn, jung und alt, wissend und unwissend, zum Lesen, Zuhören, Diskutieren und Philosophieren. Dr. Stephan Bleier gibt Einführungen in die jeweilige Thematik und organisiert das Gespräch sowie den Austausch der Standpunkte.

Die Wirtschaftskrise bietet Anlass genug, sich mit dem Werk des französischen Philosophen und Ökonomen André Gorz zu beschäftigen. Arbeit zwischen Misere und Utopie analysiert allerdings nicht nur kurzfristige Konjunkturzyklen wie die aktuelle globale Rezession, sondern kritisiert langfristig negative Tendenzen der Wirtschafts- und Sozialpolitik: zum Beispiel Arbeitslosigkeit, sinkende Realeinkommen und zunehmende Prekarisierung.

Als Gerhard Hirsch 1923 in Wien geboren, überlebte André Gorz den Holocaust in einem Schweizer Internat. In Paris wurde André Gorz prominenter Vertreter des linken Ufers der Seine und langjähriger Weggefährte Jean-Paul Sartres. Gorz war Redaktionsmitglied bei Les Temps Modernes und Mitbegründer sowie Herausgeber des Nachrichtenmagazins Le Nouvel Observateur. Nach dem Pariser Mai 1968 brach er mit Sartre und schuf als Publizist eines der großen sozialphilosophischen Werke des ausgehenden 20. Jahrhunderts. André Gorz vertritt eine stark ökonomisch geprägte Philosophie der individuellen Freiheit und sozialen Emanzipation. Angesichts der rapide steigenden Produktivität plädiert er für eine deutliche Verkürzung der Arbeitszeit sowie für ein garantiertes Grundeinkommen. Gorz unterbreitet praktische Vorschläge zur Demokratisierung der Arbeitsverhältnisse und fordert eine radikal neue Definition von Arbeit. Im Jahr 2007 haben André Gorz und seine schwerkranke Frau Doreen in der Nähe von Paris ihrem Leben gemeinsam ein Ende gesetzt.







Sokratische Dialoge
Informationen und Anmeldung
Platonische Nächte
Platonische Nächte




Nürnberger Universität Altdorf



Lesekurs
Platon Sokrates und das Denken
Erkenntnis und Harmonie