Internationales Netzwerk für Universitäten-Altdorf
Internationales Netzwerk für Universitäten - Altdorf eG
Rollnerstraße 8, 90408 Nürnberg

STUDIUM UNIVERSALE



Warum ein Studium Universale an der INUA?

Das Studium Universale ist keine neue Erfindung des 21. Jahrhunderts, eher eine Wiederentdeckung.

Ursprünglich geht es auf das neuhumanistische Konzept der universellen Lehre von Friedrich Wilhelm von Humboldt zurück, es steht in der Tradition der humanistischen Universitäten der Renaissance und dem ganzheitlichen Bildungsideal der Antike. Im 20. und 21. Jahrhundert sind die Bildungs- und Studieninhalte an den deutschen Universitäten immer mehr an den formalen Berufsbildungsqualifikationen, den Anforderungen der Wirtschaft und Industrie ausgerichtet worden.

 

Persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ziele, wie z.B. nachhaltige Entwicklung und Wachstum lassen sich nur durch „kulturelle Werte“ (Gregrory Clark, Wirtschaftshistoriker) herbeiführen, “Kultur entscheidet über den Wohlstand“ (Edmund Phelps, Ökonomienobelpreisträger) oder, wie es der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Peter Strohschneider zum „Jahr der Geisteswissenschaften 2007“ formulierte, „Geisteswissenschaften arbeiten an unserem Gedächtnis und unserer kulturellen Identität. Es geht deswegen gar nichts ohne sie“. Kapitalismus, wie er sich in unseren Breitengraden immer mehr und einseitig entfaltet, braucht Kultur. Diesem Imperativ ist auch die Bildung, Ausbildung, Weiterbildung verpflichtet. Der akademische Rat der inua, in der Nachfolge der Altdorfina, hat sich deshalb entschieden, neben den berufsorientierten Studiengängen ein Studium Universale zum Mittelpunkt des INUA-Studienangebotes zu machen.   

Teilbereiche des Studium Universales sind ein fester Bestandteil im Curriculum des ICN Bachelors und ICN Masters in Management.

Welche Zielgruppen spricht das Studium Universale der INUA an?

Das Studium Universale der INUA richtet sich an alle, die eine breite und trotzdem fundierte wissenschaftliche Ausbildung suchen, die ihr Wissen und Können erweitern wollen. Es richtet sich an Interessenten, die sich fachlich und persönlich weiterbilden möchten, die bereits einen akademischen Hintergrund oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium aufzuweisen haben, die bereits mit wissenschaftlichem Arbeiten und den Grundbegriffen der Lehre und Forschung vertraut sind.

Für die Zielgruppe der Professionals bieten sich das Studium oder wesentliche Module daraus an, sich weiterführende theoretische und praktische Kenntnisse anzueignen, die sie nachhaltig in ihrem beruflichen Umfeld fördern.

Führungskräfte, die ihr persönliches Profil verbessern möchten, die eigene Reflexionsfähigkeit stärken und eigene Wahrnehmung schärfen wollen.

In der Position als Führungskraft soll das Vordenken und die dazugehörige Ableitung des Handelns in einen breiten Zusammenhang gebracht werden, schließlich den Entscheidungsprozessen weitere Determinanten einzubeziehen.

Unternehmen, die im Rahmen ihrer betrieblichen Weiterbildung Mitarbeiterförderung und -professionalisierung für einzelne Mitarbeiter, Mitarbeitergruppen spezifischen Bedarf identifizieren, der einzelnen Leistungsmodulen und/oder detaillierten ggfs. angepassten Inhalten des Studiums Universales bzw. Modulen entspricht.

Studierende, die eine Vertiefung nicht nur im eigenen Studienfach, sondern in Verbindung mit anderen Fächern und Disziplinen einen interdisziplinären Dialog suchen.

Personen mit Lebens- und Berufserfahrung, (Seniormanager) die ihren Horizont erweitern, die ihren Radius systematisch arrondieren möchten, die Antworten auf Themen und Fragen suchen, die das geistige und soziale Potenzial kreativ und systematisch ausbauen wollen und den Dialog mit gleichen unter gleichen suchen.

 

Was ist das Besondere am Studium Universale der INUA?

Obwohl als eigenständiges Studium in Inhalten, Struktur und Didaktik aufgebaut, ist das Studium Universale gleichermaßen interdisziplinär ausgerichtet. Es ist in vierzehn Module eingeteilt, die den Gesamtkomplex der Wissenschaften intelligent und praxistauglich strukturieren. Historisch gewachsene Fachbereiche sind ebenso berücksichtigt, wie neueste wissenschaftliche.

Alle Studierenden der berufsbezogenen Studiengänge (Bachelor, MBA, Master) müssen verpflichtend, unabhängig ihrer Schwerpunkte, ein Drittel ihres Studiums ergänzend aus den geisteswissenschaftlichen Modulen des Studium Universales wählen und Leistungsnachweise dazu erbringen.

Didaktisch ist das Studium Universale an problembasiertem Lernen, an betreutem Selbststudium in Kleinstgruppen (learning communities) außerhalb der Vorlesungen orientiert. Sowohl Dozenten als auch Studierende haben deutlichen Einfluss auf Ablauf und Inhalt von Seminaren und Lehrveranstaltungen. Sie sind in die laufende Überprüfung und Evaluation einbezogen. Interaktion, Austausch und Kommunikation geben dem Studienprogramm wertvolle Impulse. Bei der Auswahl der Professoren und Gastdozenten spielen neben der wissenschaftlichen und praktischen Reputation, die Vermittlung aktueller wissenschaftlich oder neuer, origineller Ansätze, persönliches Charisma, die kommunikativen Fähigkeiten im Austausch mit den Studierenden eine wichtige Rolle. Fachliche und persönliche Wünsche der Studierenden, deren Impulse, aber auch ihre Lebenssituation werden soweit wie möglich berücksichtigt.

 

Was ist das Verbindende zwischen den einzelnen Wissenschaftsbereichen und Modulen?

Ganz ohne Struktur geht´s nicht. Die Gefahr sich zu verlieren, den Überblick nicht zu gewinnen, nicht zu wissen, wo man sich vertiefen sollte/wollte könnte bestehen. Ineffizienzen könnten sich entwickeln, Unzufriedenheit entsteht. Die Lehrinhalte und die Didaktik des Studiums Universale orientieren sich

deshalb in dreifacher Weise an den jeweiligen Wissenschaften:

als Objekt (Subjekt-Objekt-Beziehung),

als Methode (Induktion und Deduktion),

als System (Ordnungszusammenhang).

In den Vorlesungen, wie auch den Seminaren wird ein hoher Zeitanteil darauf verwendet, auf die relevanten Zeitthemen und Zeitfragen einzugehen, auf Zusammenhänge hinzuweisen, Diskussions- und Vertiefungsrunden in „Learning communities“, in denen Studierende das Studium selbst organisieren und problemorientiertes Lernen, teilweise auch von Dozenten und Mentoren betreut, trainieren. Ausführliche Dokumentationen, Literaturhinweise werden zur Verfügung gestellt.

Abschluss-Kolloquien fassen die jeweiligen Modulinhalte zusammen und schaffen notwendige Verknüpfungen. Seminararbeiten werden angeregt und intensiv betreut. Außerdem ist das Studium Universale auf ein ECTS Punktsystem ausgelegt, das im Rahmen der berufsbildenden Studiengänge Anwendung findet, sowie in einer späteren Zulassung des Studiums Universale der inua durch das Bayerische Wissenschaftsministerium zu einem akademischen Abschluss führen kann.

Das Studium umfasst vier Wissenschaftscluster die jeweils aus fünf Wissenschaften (Modulen) bestehen. Kunst und Exkursion sind Querschnittsmodule, die durch das gesamte Studium laufen.

 

 

Wo es endet und neu beginnt.

Das Studium Universale endet und beginnt in den anschließenden Meisterklassen der jeweiligen Professoren, die in einer Promotion ihren akademischen Höhepunkt finden könnte.
 

 

 

STUDIUM UNIVERSALE im Studiengang "International Management BBA"

Auswahl der Wahlpflichtfächer: je 1 pro Semester

Wirtschaftswissenschaften

Environmental Issues and Questions in Management and Leadership
Evolution of Ethic and Moral Issues (divergent and convergent) and the Relevance for International Economics and Societies
Theoretical and Applied Economics

Kommunikationswissenschaften

Semiotik
Rhetorik
Medienwissenschaften
Diplomatie

Humanwissenschaften

Anthropologie
Psychologie

Kunstwissenschaften

Kunstgeschichte
Musikwissenschaft
Literaturwissenschaft
Architektur

Kunst

Freie Malerei
Druckgrafik
Klassische Malerei